Clara Moring von tastesheriff Blogst

Clara Moring von Tastesheriff im Interview

Tausendsassa-Mama mit 26-Stunden-Tag

Interview mit Clara Moring von Tastesheriff

Clara Moring

Foto: © Clara Moring

Clara Moring betreibt den Blog Tastesheriff, ist Stylistin, hat das Bloggernetzwerk Blogst gegründet, schreibt Bücher und ach, ja, hat zwei kleine Töchter. Wir haben mit der Powerfrau unter anderem darüber gesprochen, wie viele Stunden ihr Tag eigentlich hat und welche Styling-Tipps sie für Kinderzimmer für zwei Kinder hat.

Liebe Clara, du bloggst als Tastesheriff auf deinem Blog. Mittlerweile hat deine Familie Zuwachs mit dem Minisheriff vor zweieinhalb Jahren und vergangenen Sommer mit dem Mikrosheriff bekommen. Wie geht es euch?
Ach wir ruckeln uns zurecht!! Hah! Ich werde manchmal mitleidig angeguckt und Menschen sagen: „Was sooo dicht hintereinander?“ Klar 21 Monate Altersunterschied sind nicht viel, aber zwischen meinen Geschwistern liegen zum Beispiel nur 14 Monate. Meine Antwort ist momentan typisch norddeutsch: „Nützt ja nix“. Aber ganz ehrlich? Uns geht`s gut! Wir haben ein paar Monate gebraucht, aber jetzt läuft es ganz OK. Die Mädchen lieben sich heiß und innig und auch für uns ist es toll, zwei so zauberhafte Wesen zu haben

Hilda und Tyra sind nur 21 Monate auseinander – große Geschwisterliebe bei den Minisheriffs. (Foto: © Clara Moring)

Das zweite kleine Mädchen für Clara, Tyra Mathilde, kommt im Juni 2016 auf die Welt. (Foto: © Clara Moring)

Als freiberufliche Stylistin, Bloggerin, Mitgründerin des Blogger-Netzwerks Blogst und Mama von zwei kleinen Kindern – wie bekommst du das alles unter einen Hut? Hat dein Tag mehr Stunden als meiner?
Ich behaupte ja immer mein Tag hat 26 Stunden. Hat er aber leider auch nicht! Aber mein Talent ist eine gute Organisation. Das kommt vielleicht aus meinem Styling- und Redaktionshintergrund. Ich liebe es, Sachen technisch zu optimieren und auch strukturiert zu arbeiten.
Seit 01.11. bin ich offiziell in Elternteilzeit. Das Ganze mit zwei Kindern im Alter von zwei Jahren und vier Monaten ist schon `ne sportliche Nummer… aber ich habe Hilfe. So habe ich Unterstützung bei meinem Blog und all den ganzen Sachen, die Online so anstehen während die Große in der Kita ist; und die Kleine wird einige Stunden die Woche Eins-zu-Eins betreut.
So arbeite ich vormittags konzentriert und hab am Nachmittag nur Zeit für die Kinder. Abends – wenn der Mann nach Hause kommt – geht es häufig für mich nochmal an den Schreibtisch. Aber ich empfinde das nicht als Arbeit, weil es mir einfach viel Spaß bringt!

Wenn man dir auf Twitter, Instagram oder auch Snapchat folgt, hat man das Gefühl, du bist immer in Bewegung und es gibt immer was zu tun.
Ja – es gibt doch immer etwas zu tun, oder?! Ich brenne einfach. Das klingt so komisch – aber für mich ist die größte Entspannung unterwegs zu sein und Sachen zu entdecken und aufzusaugen… das kann ich auch nicht mit zwei Kindern abstellen! Die müssen da einfach mit und ticken da glücklicherweise ganz ähnlich!

Ein DIY, ein DIY – Clara sprüht vor Ideen und teilt diese auch regelmäßig mit ihren Bloglesern. (Foto: © Clara Moring)

Wie sieht ein gemütlicher Nachmittag oder Abend bei dir aus?
Frische Blumen auf dem Tisch, duftender Kuchen aus dem Ofen und eine Kanne Tee am Sofa stehend… und alle pröddeln so herum. Das bedeutet, es wird gespielt, gelesen, gebastelt und geschmust – alle zusammen und jeder auch mal für sich!

Wie oft gönnt ihr, du und dein Mann, euch eine Date-Night?
Das ist in letzter Zeit etwas weniger geworden, aber wir gehen schon noch viel aus. So alle zwei Monate als reine Date-Night, nur wir beide. Aber zwei Mal im Monat sicherlich auch nur wir beide mit anderen erwachsenen Freunden!

Vor Kurzem hast du einen Einblick in das Kinderzimmer der beiden Mädchen gewährt – was war dir als Interieur-Profi, bei der Einrichtung und dem Makeover des Kinderzimmers besonders wichtig?

Ich habe zwei Töchter bekommen und ich ahne, dass mir noch die Elsa- und Lillifee-Zeit bevorsteht. So lange ich das noch bestimmen kann, ist es mir wichtig, dass das Zimmer schön ist! So hab` ich mich für grau, weiß und schwarz als Grundfarben entschieden. Das Ganze wird dann durch rosa Accessoires ergänzt und das reicht dann auch an Mädchenfarbe im Zimmer!
Das Zimmer ist nicht wirklich groß – daher mussten wir auch Kompromisse machen. Wir hatten uns letztes Jahr noch ein großes Schlafsofa angeschafft, das auch in dem Zimmer steht. So haben wir einen Rückzugsort, wenn mal einer krank ist oder auch meine Mutter mal zu Besuch kommt.

Wenige, schlichte Farben – das ist das Grundprinzip für das Kinderzimmer-Makeover (Foto: © Clara Moring)

Hast du Tipps für die Einrichtung eines Kinderzimmers, das auch für zwei Kinder passen soll?
Ich bin ja ein großer Freund von „gleichen Dingen“. Ein Kinderzimmer ist eh schon unruhig fürs Auge und, um dem ganzen etwas Ruhe zu geben, ist es wichtig sich bei den Kindermöbeln nicht zu doll auszutoben. Gleiche Formen und schlichte Farben helfen hier dem Look einen roten Faden zu geben. Und warum kauft man nicht zwei gleiche Betten und zwei gleiche Kommoden?! Die Kinder werden es schon mit ihrem eigenen Wesen füllen.

Gibt es ein Einrichtungs-NoGo für dich als Stilpolizei?

Ich bin ja ein Freund von hellen freundlichen Räumen. Und zusammengewürfelte Räume aus „geerbten Möbeln“ müssen leider auch über Farben oder andere Wege zu einem Ganzen gebracht werden. Bei Bärchentapete und Kinderbordüren stellen sich mir persönlich die Nackenhaare hoch! Jeder muss für sich selbst wissen, wie er sein Kinderzimmer einrichtet. Aber weniger ist da oft mehr und sorgt auch bei den Kindern für eine größere Ruhe und mehr Möglichkeit runterzukommen und anzukommen.

Hof Hiligenbohl in Nordfriesland, der Ferienhof von Claras Mutter: Rückzugsort und Inspiration (Foto: © Clara Moring)

Das Narzissenfest auf Hof Hiligenbohl ist in jedem Jahr ein großes Highlight. (Foto: © Clara Moring)

Das Stil- und Einrichtungsgen scheint dir in die Wiege gelegt, wenn man sich die Fotos von Hof Hilligenbohl deiner Mutter anschaut – da würde ich sofort einziehen!
Ja – meine Eltern hatten Einrichtungsgeschäfte auf Sylt, Föhr, in Hamburg und Berlin. Schon als Schülerin haben ich da mitgearbeitet und auch im Versand Kisten gepackt. So hab ich als 12-Jährige schon gelernt was „Überfanggläser“ sind und war als 8-Jährige in Glasbläsereien, bei denen meine Eltern Bauernsilber haben herstellen lassen. Wohnen und Wohnaccessoires sind mein Spezialgebiet. Das ist vermutlich auch der Grund, warum ich mein BWL-Studium nach 6 Semestern abgebrochen habe und dann nochmal Interieur Design studiert habe.

Im November war wieder die, innerhalb von Minuten ausverkaufte, Blogst-Konferenz. Was ist das Besondere an dem Wochenende?
Die BLOGST Konferenz ist immer ein ganz besonderes Wochenende. Dort hat man konzentriert an zwei Tagen sehr viel Wissen, Vernetzung und Kontakte an einer Stelle. von Bloggern für Blogger! Wir versuchen das Wochenende immer mit Liebe zu gestalten und das hat sich scheinbar rumgesprochen. Die Nachfrage ist enorm und freut uns ungemein.

Clara Moring (rechts) mit Blogst-Mitgründerin Ricarda Nieswandt.

Viele Blogger, die kein Ticket bekommen haben, fragen sich ganz nach dem Motto „nach der Blogst ist vor der Blogst“ bestimmt: Wann ist die nächste?
Die Konferenz wird vermutlich wieder im November stattfinden. Aber wir haben viele andere Formate auf dem Zettel, die wir umsetzen möchten: Workshops, Barcamps und auch eine kleine Konferenz für Bloganfänger. Vielleicht auch mal etwas für kleine Unternehmen… das wird ein sehr spannendes Jahr!

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Catharina

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