Endlich schnullerfrei!

Endlich schnullerfrei!

Mit Schnullerfee, Schnullerbaum und Co.

Der heiß geliebte Schnuller: Tröster und Einschlafhilfe zugleich.

Eure Kleinen lieben ihren Schnulli und auch ihr findet ihn total praktisch, da er beim Trösten und Einschlafen hilft? So wie euch geht’s vielen Eltern. Aber irgendwann kommt ja doch die Zeit, in der eure Lieblinge ihrem geliebten Nuckel „Tschüss“ sagen müssen – sei es, weil ihr findet, dass sie langsam zu alt dafür sind oder weil die Zahngesundheit es erfordert.

Wann ist der richtige Zeitpunkt?

Bei mir war es so mit etwa drei Jahren, als meine Mama fand, dass das Genuckel nun ein Ende haben sollte. Da ich meinen geliebten Schnulli natürlich nicht freiwillig abgegeben habe, hat sie mir von der „Schnullerfee“ erzählt und ein paar Tage später gab es dann eine Puppe für meinen Schnulli – ein super Tausch fand ich und bis auf ein paar Mal in den ersten Tagen, habe ich meinen Schnuller danach auch nicht mehr vermisst. Aber war das damals der richtige Zeitpunkt oder das richtige Alter? Manche Eltern sagen, dass ihre Kleinen den Nuckel irgendwann von selbst abgegeben haben (das sind eher Ausnahmen), andere sagen, dass sie die Nuckelphase mit Beginn der Kindergartenzeit beendet haben. Laut Kieferorthopäden und Zahnärzten ist es wichtig, dass der Schnuller auf jeden Fall vor dem dritten Lebensjahr abgewöhnt wird, da ansonsten Zahn- und Kieferfehlstellungen entstehen können.

Schnuller nicht plötzlich abgewöhnen

Da der Schnuller in den ersten Lebensjahren zu einem treuen Begleiter für eure Kids geworden ist, sollte der Abschied nicht zu plötzlich und radikal erfolgen, sondern über einen Prozess von einigen Tagen bis Wochen. So können eure Kleinen sich langsam daran gewöhnen. Am einfachsten ist es, wenn ihr erstmal versucht, ihn über Tag wegzulassen. Ihr könnt mit euren Kids vereinbaren, dass nur Zuhause oder im Bett genuckelt werden darf und für unterwegs der Schnulli in der Schublade verschwindet. Wenn die Entwöhnung tagsüber irgendwann kein Problem mehr ist, kommt die Herausforderung, nachts ohne Schnuller auszukommen. Dafür könnt ihr euren Kleinen z.B. Ersatz in Form eines Kuscheltiers oder Schnuffeltuchs anbieten. Oft sind sie dann schon zufrieden.

Inspirationen zur Schnuller-Entwöhnung

Damit die Schnuller-Entwöhnung leichter klappt, könnt ihr euch entweder thematisch passende Bücher zur Hilfe nehmen oder, ihr könnt euch kleine Geschichten ausdenken, warum euer Kind seinen Schnulli abgeben soll. Alternativ gibt es auch einige Rituale, die die Entwöhnung einfacher machen.

Der Schnullerbaum kann euren Kleinen den Abschied vom Schnuller oft erleichtern.

Schnullerbaum

In einigen Städten, wie bei uns in Münster oder unter anderem auch in Berlin, Köln, Lübeck, München oder Bremen, gibt es mittlerweile sogenannte „Schnullerbäume“. Die Idee kommt eigentlich aus Dänemark, ist aber vor einiger Zeit nach Deutschland übergeschwappt. Oft findet eine kleine Abschiedszeremonie statt, bei der die Kleinen ihre Schnullis an den Baum hängen und sich von ihnen verabschieden. So sehen sie, dass auch andere Kids ihre Schnuller abgegeben haben. Vielleicht fällt der Abschied dann etwas leichter.

Schnullerfee

Wie ich euch oben schon erzählt habe, gab es auch bei uns Zuhause die Schnullerfee. Bevor ihr euren Kids von der Fee erzählt, solltet ihr euch gründlich darauf vorbereiten, jedes Detail über die Schnullerfee erzählen zu können, sei es wie sie heißt, wo sie herkommt, wie sie aussieht, etc. Denn wenn ihr euren Kleinen über die Fee berichtet, werden alle möglichen Fragen kommen. Am besten ist es auch, wenn ihr eure Kids ein paar Wochen vor der Schnullerabgabe darauf vorbereitet und immer wieder von der Schnullerfee erzählt und erwähnt an welchem Tag sie erscheint, denn dann kommt der Tag des Abschieds vom Schnuller nicht so plötzlich. Wenn dann der große Tag da ist, legt ihr abends gemeinsam den Schnulli für die Fee auf die Fensterbank und erklärt euren Kleinen, dass die Fee die Schnuller mitnimmt, um sie anderen Kindern oder Babys, die sie dringender brauchen, zu bringen. Im Tausch dafür bringt sie immer ein kleines Geschenk mit. Das kann vielleicht ein kleines Kuscheltier, eine Tonie-Figur oder was anderes sein.

Abschiedszeremonie

Wenn ihr eure Kids darauf vorbereitet habt, dass ihr treuer Begleiter sich langsam verabschieden muss, könnt ihr das Ganze mit einer kleinen Abschiedsprozession etwas feierlicher gestalten. Packt den Schnulli dafür in ein Päckchen, macht am Abend eine kleine Prozession durch euer Zuhause, haltet vor dem Mülleimer an, sagt eine kurze Abschiedsrede und lasst eure Kleinen das Päckchen in den Müll werfen. Als Belohnung für so viel Tapferkeit darf es dann auch ein kleines Geschenk geben.

Tapferkeit muss belohnt werden: vielleicht mit einem kleinen Kuscheltier oder Buch?

Außergewöhnliche Tipps?

Ihr seht, es gibt einige Möglichkeiten euren Kleinen den Schnuller abzugewöhnen. Habt ihr noch Tipps, mit denen es bei euch geklappt hat? Dann sendet sie uns gerne an [email protected] oder kommentiert bei Facebook und Instagram.

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