Glücklich von Anfang an – die ersten drei Monate mit Baby

Glücklich von Anfang an

Die ersten drei Monate mit Baby

Die erste Zeit mit Baby ist so aufregend! Plötzlich ist da ein neuer Mensch, das eigene Kind. Man ahnt, dass es alles durcheinanderbringt und doch ist dann alles anders, als man es sich vorstellt. Catharina erzählt, wie die ersten drei Monate als Neu-Mama bei ihr waren

Da ist sie: Ella Luise. Anders als erwartet und geplant (sofern man eine Geburt überhaupt planen kann) kam sie sechs Tage vor Geburtstermin per Notkaiserschnitt zur Welt. Die ersten Stunden habe ich in einem Dämmerzustand verbracht, befeuert von Hormonen und Schmerzmitteln und nachlassender PDA. Ella schlief auf mir, loslassen oder sie in ihr Anstellbettchen legen, wollte ich nicht. Oder besser: Ich konnte es irgendwie auch nicht. Zum einen körperlich nicht, denn als die PDA nachließ, tat wirklich ALLES in und an meinem Körper weh und emotional wollte ich es auch nicht. Ich bin kein Mensch, der zum Klammern oder Einengen neigt, aber diesen kleinen Menschen mochte ich nicht von mir geben. Irgendwann mussten dann die Untersuchungen gemacht werden und dem Papa wurde die Ehre zuteil, ihr die erste Windel anzulegen.
Kurz ausruhen. Durchatmen. Da ist man fast zehn Monate schwanger und irgendwie kann man sich doch kaum darauf vorbereiten. Dieses Glück! Diese plötzliche Zuneigung. Als wäre einem ein Teil des Herzens plötzlich nach außen verpflanzt worden.
Dank einem super Krankenhaus-Team und einer netten aber resoluten Nachsorge-Hebamme klappte unser Start eigentlich ganz gut. Nach ersten Stillschwierigkeiten lief auch das Stillen dank Stillhütchen gut, die Milch schoss ein (Hallo? Warum bereitet einen eigentlich da niemand drauf vor???) und plötzlich waren wir eine Familie.
Vielleicht hatten wir ein bisschen Glück, vielleicht verklären meine Hormone im Nachhinein aber auch einiges: Unsere Tochter war recht ruhig die ersten Tage und Wochen. Alle drei bis vier Stunden wollte sie gestillt werden, nachmittags wurde (wie ich hier beschrieben habe) geclustert und dann schlief sie einige Stunden bis kurz nach Mitternacht.

Der Rückbildungskurs war eine Offenbarung. Plötzlich merkte ich: Den anderen Müttern geht es genauso wie mir!Catharina

Und dann setzten nach gut drei, vier Wochen die ersten Blähungen ein. Hallöchen, haben wir uns erschrocken, was für ein Gebrüll aus diesem kleinen, zarten Kind kommen kann! Zum Glück kam am gleichen Vormittag die Hebamme und wusste gleich Rat: Mit Windsalbe im Uhrzeigersinn den Bauch sanft massieren. Außerdem haben sich bei uns in der Zeit die Carum Carvi Zäpfchen von WALA sehr bewährt.

Außerdem hat sich ein Deal gelohnt, den mein Mann und ich geschlossen hatten als das Kind gerade auf der Welt war und somit klar: viel kann mein Mann nachts nicht ausrichten bzw. helfen. Wir einigten uns zwangsläufig, dass ich die Nächte mit Elle übernahm; dafür durfte ich mich morgens noch ein paar Mal umdrehen und er wickelt sie, zieht sie an und spielt etwas mit ihr in der Zeit.

Als nach etwa zehn Wochen der Rückbildungskurs anfing, merkte ich plötzlich: den anderen Müttern geht es ja genauso wie mir! Die Babys schlafen nicht durch, sie haben Blähungen und und und – das tat so gut!!! Natürlich ist jedes Kind unterschiedlich und jede Familie hat gerade in den ersten drei Monaten so viel mit dieser Umstellung zu tun. Aber gerade das eint. Und das Tolle an unserem Kurs: während der Sporteinheit wurden die Babys von drei Studentinnen im Nebenraum betreut. Also mal wieder eine Stunde Zeit für mich, Ella in guten Händen im Nebenraum wissend.

Was den Tipp angeht, man solle sich schlafen legen, wenn das Kind schläft… ja, haha, guter Witz! Das hat mal geklappt, in den meisten Fällen aber so gar nicht. Was aber immer gut tut: frische Luft. Egal wie müde und erschöpft ich von der Nacht oder einem Stillmarathon war, das nölige Kind einpacken und vor die Tür gehen half. Und zwar beiden. Ella ist nach wenigen Sekunden meist selig eingeschlummert und die frische Luft und etwas Sonne vertreiben schnell Müdigkeit und Zerknirschtheit.

Und ab und an ein Stück Kuchen im Lieblingscafé hilft natürlich auch 😉 – und dann noch der Blick auf das schlummernde kleine große Glück…

Fotocredits: Alle Bilder © Catharina König

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