mamasdaily, yvi kej, mama blogger

Interview: „Mamasdaily ist kein Mainstream-Blog“

„Mamasdaily ist kein Mainstream-Blog“

Interview mit Yvi Kej über Themen, über die andere kaum sprechen

Fotos: © Yvi Kej

Yvi Kej betreibt den Blog Mamasdaily. Neben Rezepten und Lifestylethemen gibt es aber vor allem auch viele Themen, die ans Herz gehen. Wie die Interviews mit Frühchen-Eltern. Im Pinolino blog erzählt Yvi uns ein bisschen über ihr „Baby“.

Liebe Yvi, schön, dass wir dich heute bei uns im Pinolino blog zu Gast haben. Stell dich doch einmal kurz vor: Wer bist du und wo lebst du?
Hey, ich nenne mich hier Yvi Kej und lebe mit meinem Mann und meinem Räuber am schönen Bodensee. Mein Name setzt sich aus meinem Vornamen Yvonne und den drei Anfangsbuchstaben meiner Männer zusammen. Zum einen den meines Herz-Mannes, zum anderen die von meinem Räuber und von meinem Sternenkind.

Wie bist du zum Bloggen gekommen?
Spontan! Ich suchte mir bereits ein Ventil und Ablenkung von meinem Mama-Wahnsinn, aber Instagram alleine reichte mir damals zum Austausch nicht aus und dann kam mir die spontane Idee eines Abends… – ich blogge jetzt! (die spontanen, sind meist die besten Ideen 😉 )

Du behandelst auf deinem Blog ein Thema, um das viele Lifestyle-Blogs eher einen Bogen machen: Frühchen.
Ja, mein Blog ist kein Mainstream-Blog. Hier findet man Diskussionsthemen, Themen über die man evtl. auch nicht gerne spricht und lieber zur Seite schiebt, aber auch Themen über die man herzlich lachen kann. Im Leben ist es manchmal immer nur fast perfekt, auch als Mama. Der Blog erzählt vom Mama-Sein, wie das Leben nun mal spielt, authentisch und ehrlich mit einer Prise Selbstironie und viel Humor.

„Ich bin selbst Sternenmama und habe lange gebraucht, um darüber reden zu können“Yvi Kej

Du gibst auch anderen Frühchen-Eltern ein Forum und Platz ihre Geschichten zu erzählen – wie kam es dazu?
Mein Räuber kam zwei Monate zu früh zur Welt und deshalb gehören wir selbst „dazu“. Neben meinen Erfahrungsberichten und Alltagsproblematiken fanden sich immer mehr Frühchen-Eltern auch im Blog wieder und das gab Anlass dazu, auch deren Geschichten in Form der Frühchen-Eltern-Interviews zu zeigen. Inzwischen berate ich frischgebackene Frühchen-Eltern bei deren Ankunft zu Hause und gebe hierbei viele Tipps und Ratschläge. Denn oft ist es leider so, dass man als Eltern in genau dieser Situation überfordert und hilflos ist. Ich sehe mich und den Blog hierbei als Anker.

Ein weiteres Thema, dass auch in den Gastbeiträgen und Interviews mal vorkommt, ist, wie es ist, ein Kind gehen lassen zu müssen. Aus meinem Umfeld weiß ich, wie schwierig es sein kann, schwanger zu werden oder auch, ein Kind zu verlieren – warum glaubst du, sind das noch immer Tabuthemen in der Öffentlichkeit?

Also erstmal ist die Schwierigkeit ein Kind zu bekommen, natürlich eine völlig andere Thematik, als die Tatsache sein Kind gehen lassen zu müssen. Meine Erfahrung nach sind Frauen die mit dem Kinder kriegen Probleme haben wesentlicher offener und kommunikativer, als Frauen die einen Verlust erlitten.
Ich selbst bin Sternenmama meines ersten Sohnes und ich habe sehr lange gebraucht, um darüber reden zu können. Sein eigenes Kind zu verlieren, egal in welcher SSW ist das Schlimmste, was einem passieren kann. Der Tod allgemein ist nun mal ein Thema über das man noch nie gerne geredet hat, weil man viel zu viel Respekt vor dem großen Unbekannten hat. Es ist einfacher, es von sich weg zu schieben und sich den angenehmeren Dingen im Leben zu widmen.
Und der Verlust des Kindes gehört da dazu, so extrem, dass je nach Gewicht des Babys, das eigene Kind nicht mal als Kind bezeichnet wird. Sprich, man ermöglicht den Eltern keine Bestattung und händigt keine Geburts-/Todesurkunde aus, laut Gesetz!
In der Gesellschaft wird das Baby also behandelt, als wäre es nie da gewesen und das trägt nicht wesentlich dazu bei, offener mit dieser Thematik umzugehen. Denn für jede Mama ist ihr totes Baby nun mal ihr Baby gewesen, egal wieviel es wog.

Neben Themen rund ums Kinder kriegen und Kinder haben zeigst du auch leckere Rezepte – bist du leidenschaftliche Köchin?
Da muss ich gerade lachen 😉 nein, definitiv nicht! Ich würde mich eher als leidenschaftliche Bäckerin bezeichnen. Kuchen und Co. sehen bei mir besser aus, als alles andere 😉

Zusätzlich zu deinem Blog hast du noch eine andere Leidenschaft, deinen handmade-Shop. Wo nimmst du die Zeit dafür her?
Ja, manchmal frage ich mich das ehrlich gesagt auch 😉 aber mamasdaily ist nun mal mein Baby geworden und wird leidenschaftlich betrieben. Ich habe aber großartige Hände, die mir im Shop helfen und mitwirken. Das würde ich ganz alleine nicht hinbekommen 😉

Hast du ein Pinolino Lieblingsprodukt?
Ja, definitiv das Mini-Laufdreirad ‚Charlie‘.

Was bedeutet „kleines großes Glück…“ für dich?
Das beschreibt meinen Räuber.

Liebe Yvi, ich danke Dir sehr für das nette Interview und wünsche euch alles Liebe!
Ich danke euch und freue mich, dabei sein zu dürfen!

Diesen Beitrag teilen

Teile diesen Beitrag

Mehr lesen

Beitrag von


Beitrag von
Christina

Christina

Meet... Christina


Pinolino auf Instagram



Werde unser Fan!