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Interview mit Sarah plus Drei

„Ich habe keine Figur erschaffen“

Interview mit Sarah plus Drei

Fotos: © Sarah Leutloff

Sarah Leutloff alias Sarah plus Drei schreibt und redet so, wie sie wirklich ist. Die Münsteranerin, die mit ihrer Familie in Hamburg lebt, verstellt sich nicht und ist einfach genauso, wie sie sich online zeigt. Und das macht sie so unglaublich sympathisch.

Liebe Sarah, schön, dass wir dich heute hier zu Gast haben. Erzähl doch kurz: wie und wann bist du zum Bloggen gekommen?
Dazu habe ich gerade erst einen Artikel geschrieben, weil mich die Frage tatsächlich ziemlich oft erreicht: wie geht denn das mit dem Bloggen? Ich habe in meiner zweiten Elternzeit 2015 angefangen. In meinem Hauptberuf war ich damals Marketingmanagerin und habe 2014 meinen Social Media Manager gemacht. Den Blog habe ich damals zum einen als Ventil genutzt, um zu ein paar Sachen einfach Luft zu machen, ohne einen direkten Adressaten zu haben. Zum anderen wollte ich aus rein professioneller Sicht die Mechaniken dahinter verstehen.

Dein Blog ist sehr schnell sehr groß geworden.
Ja, das stimmt. Witzigerweise hat eigentlich mein Mann mich dazu überredet, den Blog zu machen. Ich schreibe einfach über Themen, die andere sehr interessieren und verstelle mich dabei nicht. Nach nur drei Monaten kam dann schon die erste Anfrage, ob ich meinen Blog monetarisieren wolle und gleichzeitig auch erste Kooperations-Anfragen kamen super schnell.

Wie wählst du Kooperationen aus?
Ich nehme nur Produkte, die ich auch meinen Freundinnen empfehlen würde. Sonst wäre ich nicht glaubwürdig. Ich habe zwar mittlerweile recht viele Kooperationen, aber ich möchte meine Leser nicht bombardieren. Es soll immer noch Magazincharakter haben.

Du betreibst deinen Blog mittlerweile hauptberuflich. Wie reagieren deine Leser denn auf Koops?
Sehr gut. Ich habe kaum bis keine harten Kritiker. Ich schreibe Geschichten aus meinem Leben, in dem auch Produkte auftauchen. Sonst würde es für mich nicht funktionieren.

Mein Alltag ist der gleiche wie der vielen anderen Müttern. Abends merke ich oft: Scheiße, haste vergessen einzukaufen.Sarah plus Drei

Wenn man dir auch bei Instagram folgt, merkt man: die ist genauso. Das ist keine Kunstfigur.
Ja, und ich kann auch nicht anders. Letztens waren wir zu einer superschönen Pressereise nach Sylt eingeladen, die ganze Familie mit anderen Elternbloggern. Natürlich war das toll und da merke ich schon, dass sich mein Leben etwas geändert hat. Aber das erzähle ich dann, wenn ich nach Hause komme, auch genauso in meinen Insta-Stories: mein Alltag ist der gleiche wie der von vielen anderen Müttern und abends merkt man dann halt oft, „scheiße, haste vergessen einzukaufen.“

Dein wohl bislang emotionalster und gleichzeitig erfolgreichster Post war „Die Sache mit der Liebe“. Der hat auch uns extrem berührt.
Wenn ich daran denke, bekomme ich immer wieder Gänsehaut. Der Beitrag hat sich rein viral verbreitet, das lag vor allem daran, dass viele ihn mit ihrem Partner geteilt haben. Ich hab’ ehrlich nicht damit gerechnet und vorher überlegt, ob ich überhaupt schreiben soll, welche Unterwäsche ich trage.

Jeder mit Kindern kann das offenbar nachvollziehen und fühlt sich komplett abgeholt: ja, die Liebe mit Kindern verändert sich, auch die Intimsphäre. Aber das muss nichts Schlechtes sein. Und die wenigsten trauen sich, das so öffentlich und ehrlich zu schreiben.
Ich habe so viel positives Feedback bekommen. Aber da kommt einfach auch dazu: so bin ich einfach, ich bin ehrlich. Ich behandle emotionale Themen aber keine harten Themen. Dazu ist der Blog zu persönlich.

Apropos persönlich. Sarah plus Drei, das bist du und deine beiden Kinder sowie dein Mann. Welche Rolle spielen sie im Blog?
Der Blog heißt Sarah plus Drei, das bedeutet, dass „Sarah“ natürlich im Mittelpunkt steht. Aber klar, ohne meinen Mann und die Kinder gäbe es den Blog so nicht. Ich zeige meine Kinder zwar, aber nie nah von vorne. Nah nur von hinten oder im Profil. Auch wenn meine Kinder eine Rolle spielen, möchte ich mit dem Blog keine Fans meiner Kinder generieren. Wir sind einfach eine Familie im Alltag.

Was ist für dich das Besondere am Bloggen?
Man hat ein Medium, mit dem man seine Zielgruppe erreichen und vor allem ins Gespräch kommen kann. Ich sehe es noch mehr als Kommunikationsplattform, denn als Botschaftsversender. Witzigerweise ist es bei mir oft so, dass die Leute die Ankündigung zu einem Blogpost bei Instagram sehen, dann auf dem Blog lesen und dann wieder zu Instagram zurückkehren, um da zu diskutieren.

Deine drei Lieblingsblogs:
Ich lese super gerne Anna von BerlinMitteMom, die schreibt mir mitten ins Herz. Ebenfalls gerne lese ich Claudi von Was für mich, sie ist und lebt genauso, wie sie sich auf dem Blog zeigt. Und was ich auch sehr gerne lese sind die Artikel von JuraMama in der Brigitte Mom. Sie schreibt unglaublich witzig.

Dein Pinolino Lieblingsartikel:
Der Klassiker, das Schaukelpferd Pinolino, das haben wir auch Zuhause!

Was bedeutet „kleines großes Glück…“ für dich?

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Catharina

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