kinder malen mit fingerfarbe, schaukelpferd anmalen

Jetzt wird es bunt: das Schaukelpferd Pinolino!

Jetzt wird es bunt: das Schaukelpferd Pinolino!

Warum man manchmal einfach mal lockerlassen und gemeinsam Spaß haben muss.

Fotos: © Catharina König

Im Alltag mit Kindern kann es, bei aller Liebe, gerne mal hektisch und stressig zugehen. Hier was erledigen, da noch was besorgen. Der Spaß darf aber nicht auf der Strecke bleiben…

Es war nicht mal einen Monat her, dass wir in unsere neue Wohnung gezogen waren, da stand unser Nachbar – mal wieder – vor der Tür. Wir hatten aus Versehen sein TV-Kabel gezogen und er hatte am Sonntagnachmittag kein Bild mehr. Ärgerlich, klar. Aber diesen Besuch nahm er gleich zum Anlass, ungebeten in den Wohnungsflur einzutreten und mich, zum dritten Mal, darauf hinzuweisen, dass es ja sehr hellhörig im Haus sei. Ob wir nicht darauf achten könnten, dass unsere Tochter zwischen halb acht und halb neun am Abend nicht mehr so rumlaufe, da würden sie immer Fernsehen gucken.

Hier sind kleine Künstler am Werk.

Ich war so baff. Ich wusste zunächst nicht, was ich sagen sollte und stammelte etwas Höfliches wie: „Ja, kann ich versuchen.“, merkte allerdings schon, während ich das sagte, dass ich das nicht kann. Wenn ein Kind laufen und mit Anlauf auf das Sofa springen will, dann tut es das auch. Also fügte ich sofort an: „Ich kann es Ihnen aber nicht versprechen, ich kann meine Tochter schließlich nicht festbinden.“ Diese erneute, mittlerweile dritte, Zurechtweisung hat mich sehr beschäftigt. Und so suchten wir etwas, um uns einfach mal abzulenken und ohne Zwang zu tun:

Das Schaukelpferd Pinolino wird bunt! Was ein Spaß!

Ich achte bei der Erziehung meiner Tochter sehr auf Umgangsformen. Wenn sie morgens in den Kindergarten kommt, lege ich Wert darauf, dass sie ihrer Erzieherin „Hallo“ sagt, beim Gehen geht sie von alleine zu ihr und sagt ihr „Tschüss“ und winkt eifrig. Wenn sie etwas möchte, ist es uns wichtig, dass sie „Bitte“ sagt, hat sie etwas bekommen, sagt sie von sich aus meist „Danke“. Sogar beim Bäcker. Einem Kind aber ständig zu sagen: Nicht so laut laufen, nicht hüpfen, nicht dies, nicht das in der eigenen Wohnung? Das bringe ich nicht übers Herz.

Das Schaukelpferd Pinolino bekommt einen individuellen Look.

Hier hatten wir das Schaukelpferd schon mal als Zebra gestaltet, wenn ihr euch erinnert:

Und doch erwische ich mich manchmal dabei, wie ich schon morgens denke: Oh nein, jetzt läuft sie so früh schon in der Wohnung rum! Also mussten wir, oder vielmehr ich, mich etwas lockermachen und vor allem wollte ich Ella etwas machen lassen, was wir so noch nie gemacht hatten. Einfach mal rumschmieren ohne Rücksicht auf Kleidung, Umgebung und Möbel. Spontan hatten wir noch Ellas beste Freundin nach der KiTa gefragt, ob sie Lust hat mitzukommen. Und es war großartig! Die beiden hatten einen Riesenspaß!

Von unserem Schaukelzebra haben wir zusammen die Zebrastreifen abgezogen und dann ging es los: Finger in die Farbe, Rumschmieren, Tupfen auf das Schaukelpferd, die Farbe auf Ohren, Hals und Beine verteilen. Es war ein Gegacker und Gekicher, dass ich gar nicht anders konnte, als mich mitzufreuen. „kleines großes Glück…“

Es war so einfach und unkompliziert. Selbst das anschließende Saubermachen der Mädels mit Handtüchern und Wassereimern auf dem Balkon war ein Kinderspiel und führte zu einer richtigen Wasserschlacht. Ganz ohne: „Ne, so nicht“ oder „Nicht so doll mit dem Wasser“. Manchmal muss man einfach loslassen und Quatsch machen. Und das individuelle Pferdchen bekommt jetzt einen Ehrenplatz bei uns: so erinnert es uns immer wieder an die schönen Spaß-Stunden zurück.

Und, was macht ihr mit euren Kids, wenn ihr mal richtig loslassen und Spaß haben wollt?

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