Musik für Kinder, Detlev Jöcker mit Gitarre

Musik für Kinder – Interview mit Liedermacher Detlev Jöcker

Musik für Kinder

Exklusiv-Interview mit Liedermacher Detlev Jöcker

Fotos: © Judith Schmitz

Wer kennt ihn nicht? DEN Kinderliedermacher überhaupt! Tolle Kinderlieder wie „1,2,3 im Sauseschritt…“ oder „Das Flummilied“ – Musik für Kinder, die Bewegung, Spiel, Motorik und die Sprache unserer Kleinsten fördert. Wir haben exklusiv für euch mit Detlev Jöcker gesprochen.

Lieber Herr Jöcker, wie sind Sie zum Musizieren gekommen? Liegt dieses Gen bei Ihnen in der Familie? Ist es Ihre Berufung oder sogar Passion?
Ich bin in den 50er Jahren Kind gewesen und damals gab es sehr viele Männergesangsvereine. Mein Vater war über viele Jahre der 1.Vorsitzende eines Chors und somit auch für die Organisation der Vereinsfeste zuständig. In jedem Jahr gab es neben zahlreichen Konzerten ein Sommerfest, ein Schützenfest, ein Weihnachtsfest und und und. Und die Familie war fast immer mit dabei. So habe ich Singen immer mit schönen Ereignissen und Erlebnissen in meiner Kindheit verbunden. Das hat mich positiv beeinflusst, Musik zu lieben. Als 13-Jähriger war ich dann restlos von den Beatles begeistert. Ab da hatte ich nur noch den Wunsch, auch auf der Bühne zu stehen, um Musik zu machen. Später habe ich Musik in Münster studiert. Über meine eigenen vier Kinder bin ich dann dazu gekommen, selber Lieder zu schreiben.

Wie waren Ihre Anfänge damals? Sie haben sehr spannende Seminare zum Thema Musik gegeben und geben diese auch heute noch?
Wie gesagt, habe ich die ersten Kinderlieder für meinen Sohn Daniel geschrieben, der heute 43 Jahre alt ist. Beim Wickeln, Einschlafen oder Spielen konnte ich mit den alten Kinderliedern nichts anfangen, also schrieb ich selber welche. Als genug Lieder zusammenkamen, habe ich sie beim Sommerfest im Kindergarten von Daniel vorgestellt. Das kam super an und war somit mein erstes Konzert von unendlich vielen in den letzten 40 Jahren. Bekannt wurden meine Lieder in Deutschland, als ich viele Jahre lang in großen Sälen und Stadthallen Singe-Seminare mit interessierten Eltern, Erzieherinnen und Pädagogen veranstaltete. So sprach sich im Lande herum, das es neben Rolf Zuckowski noch einen anderen (damals) jungen Kinderliedermacher gab, der seine Lieder „Lern-, Spiel- und Bewegungsmusik“ nannte. Wenn mir damals jemand erzählt hätte, dass über 13 Millionen Kinder meine Liederalben kennenlernen würden, hätte ich ihn wahrscheinlich für verrückt erklärt (lacht).

Singen bringt Kindern Entspannung und baut somit Aggressionen abDetlev Jöcker

Warum ist Ihrer Meinung nach, die Musik so wichtig für die Entwicklung unserer Kinder?
Es gibt, glaube ich, kein besseres Medium als Kinderlieder, um Kinder von klein an ganzheitlich zu fördern. Das betrifft vor allem die motorische, sprachliche und auch soziale Entwicklung. Die Konzentrationsfähigkeit, das Selbstbewusstsein und das Gemeinschaftsgefühl werden positiv beeinflusst. Singen bringt Kindern Entspannung und baut somit auch Aggressionen ab. Aber vor allem schafft es auch ein liebevolles Miteinander von Eltern und Kind. Mit den eigenen Kindern singen ist gelebte und erlebte Liebe pur.

Wie kommen Sie an die Ideen, Texte und Melodien für Ihre Kinderlieder?
Als junger Vater fielen mir natürlich jeden Tag neue Ideen zu Liedern ein. Wachwerden, waschen, Zähne putzen, spielen, toben, tanzen und vieles mehr. Lieder zur Einschulung fehlten mir, zu Benimmregeln, zum Geburtstagsfest und vieles andere. Also habe ich dann selber welche geschrieben. Heute schaue ich auf meine Enkelkinder, die mich auf gute und sinnvolle Ideen zu neuen Liedern bringen. So ist zum Beispiel das Album „Achtung Kinder! Aufgepasst“ entstanden. Lieder, die sich mit den Gefahren eines Kinderalltags beschäftigen. In den Liedern geht es unter anderem ums Fahrradhelm tragen, gefährliche Waschmittel, Sonnenschutz und gefährliche Früchte im Sommer. Ich habe festgestellt, dass meine Enkel über diese Lieder, ohne erhobenen Zeigefinger und mit Spaß, viel eher bereit sind, sich mit diesen Themen zu beschäftigen.

Detlev Jöcker freut sich, dass seine Kinderlieder – 1.300 Songs sind es – so beliebt sind! (Foto: © Judith Schmitz)

Über 1.300 Songs, die Sie schon veröffentlicht haben – jedes Kind & vor allem auch die Eltern 😉 kennen ihre Lieder auswendig.
Ob Sie es glauben oder nicht: das geht mir anders. Die Lieder, die ich auf meinen Konzerten singe, kann ich auch noch, aber von den meisten Liedern kann ich im besten Fall noch die erste Strophe auswendig singen.

Welcher Song gefällt Ihnen eigentlich selbst am besten? Haben Sie einen Detlev Jöcker Lieblingssong, bei dem auch Ihnen immer wieder das Herz aufgeht, wenn Sie diesen performen?
Auf jeden Fall das Lied „Alle Kinder dieser Erde“. Ich habe es vor 40 Jahren geschrieben und es hat mich wie ein klingendes Mantra die ganzen Jahre begleitet. Es geht darum, dass alle Kinder dieser Erde, egal welche Hautfarbe sie tragen und welcher Glaubensgemeinschaft sie angehören, satt werden und ein Dach über dem Kopf haben. Sie wollen in Frieden aufwachsen, zur Schule gehen können und mit Freunden spielen. Alle Kinder dieser Welt suchen Verständnis und Liebe, um gesund an Leib und Seele in ein selbstbestimmtes und positives Leben hineinzuwachsen.

In Mutter-Kind-Gruppen, beim Sportunterricht, in Kindergärten und Schulen wird Musik für Kinder von Detlev Jöcker gesungen

Hören Ihre Kinder und Enkelkinder auch noch Ihre Lieder zuhause?
Die erwachsenen Kinder nicht mehr, aber als Eltern meiner Enkelkinder, begegnen sie auch hier und da wieder den Kinderliedern, die sie aus ihrer Kindheit kennen. Zu meiner großen Freude, werden heute in Mutterkind-Gruppen, beim Schwimm- und Sportunterricht, im Kindergarten und auch in der Grundschule meine alten und neuen Lieder immer noch sehr gerne gesungen. Für mich ist das eine große Freude.

Was machen Sie am liebsten mit Ihren Kindern und Enkelkindern? Gibt es ein Ritual oder etwas, was sie besonders gerne zusammen unternehmen?
Man sagt ja „Großeltern sind die besseren Eltern“. Das ist natürlich Quatsch, weil es nichts Besseres für Kinder gibt, als liebende Eltern. Aber ich weiß schon, was damit gemeint ist. Als Großvater bin ich viel entspannter, als ich es früher als junger Vater war. Ich nehme mir viel Zeit für die Enkelkinder, singe natürlich mit den Kleinen und mache viel Quatsch mit ihnen. Das lieben sie besonders.

Ich möchte gerne das schöne Zitat von Ihnen nochmals aufnehmen:
„Ich glaube, dass eure Kindermöbel genauso gut gebaut sind wie meine Lieder.“

Was macht denn für Sie die Qualität unserer Produkte, Kindermöbel, Spielwaren & Musik aus?
Zu meiner Zeit als junger Vater konnte man die Kindermöbel von Pinolino ja noch nicht kaufen. Aufmerksam geworden bin ich auf die Produkte, als ich meine Kinder besuchte. Die Möbelstücke, die mir besonders gut gefielen, waren von Pinolino. Bis dahin sagte mir der Name nicht viel. Aber allen jungen Eltern war er ein Begriff. Ich hörte immer nur „Lass uns erst einmal bei Pinolino gucken, bevor wir woanders hingehen!“ Ob man ein Möbel baut, oder ein Lied komponiert, beides muss mit Liebe zum Detail und mit handwerklichem Können gestaltet werden – und Fertigkeit strahlen die Kindermöbel von Pinolino aus.

Haben Sie ein Pinolino Lieblingsprodukt?
Die Kindersitzgruppe Fenna, gefällt mir besonders gut, einfach, weil sie bei einem Enkelkind im Kinderzimmer steht und der Tisch ständig im Einsatz ist. Letztens musste der Tisch mit dem Lied „Der Tisch ist heute meine Trommel“ als Trommel- Unterlage dienen. Das hat sehr viel Spaß gemacht.

Lieber Herr Jöcker, wir danken Ihnen von Herzen für dieses exklusive Interview im Pinolino blog und hoffen auf viele weitere Jöcker-Songs!

Hier könnt Ihr die Jöcker-CDs kaufen!

Hier könnt Ihr Liedtexte herunterladen – einfach bis zum Seitenende runterscrollen

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