Oliver Steinbach Magazin ELTERN

Von Eltern für Eltern: Orientierung für den Alltag mit Kindern

Von ELTERN für Eltern: Orientierung für den Alltag mit Kindern

Interview mit Oliver Steinbach und Sarah Rohrmann vom Magazin ELTERN

Fotos: © Nele Martensen

Oliver Steinbach, stellvertretender Chefredakteur von ELTERN und Sarah Rohrmann, Service-Redakteurin bei ELTERN und Eltern Family erzählen im Interview, was sich seit den Anfängen des Magazins ELTERN geändert hat und was junge Familien im Alltag mit Kindern heute besonders interessiert.

Die Zeitschrift ELTERN gibt es jetzt seit über 50 Jahren. Was macht sie so besonders?
Oliver Steinbach (OS): Dass wir Deutschland bekanntestes Magazin für junge Eltern sind? Auf jeden Fall, dass hier Menschen mit viel Herzblut dafür arbeiten, die schöne spannende Zeit mit Kind noch schöner zu machen.

Was hat sich über die Jahre geändert? Interessieren sich Eltern heute für andere Dinge als damals?
OS: In den Anfängen von ELTERN, als man noch nicht alles googeln konnte, war der Bedarf an reiner Information, an konkreten Tipps viel größer. Heute wissen die Leute mehr. Jetzt sehen wir unsere Aufgabe eher darin, zu beruhigen, Dinge einzuordnen, aus dem Wust an Infos die wirklich relevanten für unsere Leser herauszufiltern.

Die Art der Erziehung hat sich in den vergangenen Jahrzehnten stark verändert: von den strengen 50er-Jahren über die antiautoritäre Erziehung bis zu den Helikopter-Eltern. Zeichnen sich schon neue Erziehungs-Trends ab?
OS: Wir haben den Eindruck, das pädagogische Zeitalter geht zu Ende. Die Experten sprechen ja heute auch nicht mehr so gern von Erziehung, sondern lieber von Beziehung. Das Pendel, das in den vergangenen 60 Jahren zwischen autoritär und antiautoritär hin- und herschwang scheint zum Stillstand gekommen zu sein. Den übergreifenden Trend entdecken wir gerade nicht; heute existiert vieles nebeneinander: strenge Eltern, überfürsorgliche Helikopter-Eltern, Super-Pragmatismus und Attachment Parenting.

Für dieses Frühjahr und den Sommer hat sich die Redaktion von ELTERN etwas ganz Besonderes ausgedacht… mehr dazu weiter unten! (Foto: © ELTERN)

Für welche Themen interessieren sich Eltern zurzeit am meisten?
Sarah Rohrmann (SR): Viele Eltern interessieren sich dafür, wie andere es im Alltag so angehen, egal, ob es um Schicksale geht, um Dauerbrenner wie Stillen und Babypflege, oder um schöne Produkte und spannende Hobbys. Man sieht ja, wie beliebt Blogs zum Thema „Familie“ sind. Ich betreue in der Redaktion auch unseren Instagram-Account und stelle fest, dass Einblicke ins Leben anderer sehr attraktiv sind. Aber das ist heute kein Blick mehr durchs Schlüsselloch. Im Gegenteil: Soziale Netzwerke bieten uns die Möglichkeit, Dinge, die wir lieben, mit anderen zu teilen.

Für mich persönlich war eine Sonderausgabe im Jahr 2014 sehr wichtig: zur Schwangerschaft und Geburtsvorbereitung. Wie oft erscheinen diese Sonderhefte, und was unterscheidet sie vom Hauptheft?

OS: Unsere Specials sind monothematisch – es gibt drei davon: zur Schwangerschaft, zur Geburt und zum ersten Jahr mit Baby. Diese Hefte liegen das ganze Jahr über im Zeitschriftenhandel, sie werden regelmäßig aktualisiert und alle zwei Jahre komplett neu gemacht.

Seit über 20 Jahren gibt es auch die ELTERN FAMILY für Familien mit Kindern ab drei Jahren – wie ist dieses Heft entstanden?
OS: Die Pläne für ELTERN FAMILY lagen damals schon lange in der Schublade. Für die Einführung 1996 gab es dann auch marktstrategische Gründe. Aber vor allem haben wir gemerkt, dass die Themen Familienleben, Kindergarten, Schule und Pubertät locker jeden Monat ein Heft füllen – und dass es ELTERN gut tat, sich auf Schwangerschaft, Geburt und die ersten Jahre mit Kind zu konzentrieren. Und wir haben diese sogenannte Line Extension nie bereut: Beide Hefte haben ihre treue Leserschaft, und viele Leser switchen ihr Abo nach ein paar Jahren ELTERN einfach auf ELTERN FAMILY um.

Auf welche Themen können sich ELTERN-Leser in diesem Jahr noch freuen?
SR: Wir starten nun mit der Frühjahrs- und Sommer-Mode. Im Herbst werden wir dann unsere neue ELTERN-Kollektion vorstellen – die machen wir gemeinsam mit dem dänischen Label Smafolk. Auf das Ergebnis freuen wir uns schon sehr.
OS: Im Frühsommer veröffentlichen wir eine dreiteilige Serie über Väter 2017. Und im Juni-Heft erscheinen die Ergebnisse unserer großen Studie zur Bundestagswahl: Was erwarten junge Eltern in Deutschland von der Familienpolitik? Da sind wir selbst sehr gespannt.

Frische pastellige Töne: So sieht die Frühjahrs- und Sommermode der Kooperation von ELTERN und Smafolks aus. (Foto: © ELTERN)

In den Online-Foren sind eure Mitglieder wahnsinnig aktiv. Ist der Austausch von Eltern untereinander so wichtig?
SR: „Wie ist das bei euch so? Wie habt ihr dieses und jenes gemeistert?“ Diese Fragen sind für Eltern einfach spannend. Der Austausch kann ungemein helfen und beruhigen – solange daraus kein Wetteifern wird.
OS: In den Vor-Internet-Zeiten gab es in ELTERN eine Rubrik namens „Mütter schließen Freundschaft“, durch die Mütter noch per Briefpost in Kontakt kamen. Heute finden sich die Mütter und Väter viel schneller –auf unserer Facebook-Seite und natürlich, wenn es um konkrete Fragen und Probleme geht, in unseren Foren – sowohl auf ELTERN online wie auch auf Urbia.de.

Nicht nur in Foren kommen viele normale Eltern zu Wort, auf ELTERN online zeigt ihr auch zahlreiche Beiträge von Bloggern. Wie kam es zu der Kooperation?

OS: Junge Eltern suchen das Authentische. In der Blogger-Szene gibt es einfach eine Menge Leute, die eine Menge Interessantes zu erzählen haben. Mit einigen von ihnen haben wir uns verbündet. Auch weil beide Seiten noch viel voneinander lernen können.

Was bedeutet für euch „kleines großes Glück…“?
SR: „kleines großes Glück…“ bedeutet für mich, Menschen um mich zu haben, die ich gerne hab. Zeit mit Freunden und Familie zu verbringen und mich mit Dingen zu befassen, die mir Spaß machen. Deshalb ist es für mich auch ein kleines großes Glück, dass ich mich bei ELTERN mit schönen und nützlichen Produkten befasse.
OS: Für mich bedeutet es: eine Familie zu haben, die Kinder beim Aufwachsen zu begleiten und zu beobachten, wie aus dem kleinen Glück ein großes wird – das ist einfach wunderbar. Sich jeden Tag auch noch beruflich mit dem Thema beschäftigen zu dürfen ist noch besser. Und dann auch noch in so einem netten Team wie bei ELTERN zu arbeiten – das ist ein Riesenglück!

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