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Was verändert sich mit Kind?

Was verändert sich mit Kind?

Das Leben steht Kopf!

Fotos: © Catharina König

Noch so oft können einem während der Schwangerschaft Freunde, Kollegen und Familie erzählen, was man doch erst so richtig begreift, wenn das Baby da ist: Plötzlich ist alles anders. Wir sind nicht mehr nur wir, wir sind eine Familie. Und wir spielen im Urlaub plötzlich Ball…

Vielleicht müsste man die Frage anders stellen: Was verändert sich eigentlich nicht mit Kind? Es soll ja Menschen geben, die geben vor, ihr altes Leben einfach weiterzuleben, nur mit Kind. Das ist allein schon aufgrund völlig neuer Gefühle, die man so noch nie kannte, eigentlich Quatsch. Viele beschreiben die Geburt und das Eintreten eines neuen Menschenlebens, des eigenen Kindes, so: „Man betritt eine Gefühlswelt, die man vorher noch nicht kannte. Liebe ist plötzlich absolut bedingungslos.“

Eis essen sieht halt jetzt auch anders aus und man muss gucken, dass nix aufs Baby tropft. Aber gleichzeitig hat man noch nie so gerne so umständlich Eis gegessen

Ich bin jetzt anders

Wie soll man da einfach an das Vorher anknüpfen? Natürlich bleibt auch vieles: Das Umfeld, die Freunde, wenn man Glück hat der Job. Bei mir zunächst auch und dann nicht mehr. Auch selbst gewählt. Das Umfeld? Nach 2,5 Jahren sind wir nun in eine größere Wohnung. Die Freunde? Viele sind geblieben, einige irgendwie im Nicht-Kinder-Land verschwunden, einige sind neu dazugekommen. Der Job? Den wollte ich so nicht mehr. Also alles wie vorher? Ja und nein. Denn natürlich bin ich immer noch ich, Catharina, aber ich bin auch ganz anders, wir sind anders. Wir sind Eltern. Und damit mussten wir auch erstmal klarkommen.

Welcher Vogel singt denn da? Wenn das erste Wort des Kinds „Fofel“ (Anmerkung: Vogel) ist, dann heißt es auf Spaziergängen jetzt: Schautafeln angucken.

Völlig neue Rolle: Eltern

Zwar hat man im besten Fall 40 Wochen Zeit, um sich darauf vorzubereiten. Aber das klappt nicht. Denn alles, was ab (der ersten) Geburt passiert, ist neu, anders. Das Leben steht Kopf: man ist plötzlich nicht mehr nur Partner, sondern Mama und Papa. Man erlebt seinen Partner in einer völlig neuen Rolle, die man so noch nicht kannte. Und man merkt: da ist noch mehr Liebe. Wir können das. Auch, wenn es nicht immer einfach ist. Wenn der Schlafentzug an einem nagt. Die neue Rollenverteilung, die doch eigentlich mal 50/50 war, und vor allem während der Elternzeit in eine Art Schieflage gerät.

Dieser krasse Stolz

Und dann dieser krasse Stolz, auf sich, auf das eigene Kind. Auf diese verrückt schöne Situation. Dieses Glück, das man kaum fassen kann. Ist man anfälliger für Streit? Auf jeden Fall. Nah am Wasser gebaut? Aber Hallo! Unendlich müde? Oh, ja. Absurd glücklich? Definitiv. Ausgedehnte Kaffee und Kuchen Nachmittage im Café? Mit Baby noch machbar, mit einem hibbeligen Kleinkind schon nicht mehr. Serienmarathon bei Schlechtwetter auf dem Sofa? Eher nicht. Kinder wollen raus, auch bei schlechtem Wetter (mal davon abgesehen, dass stundenlanges Fernsehen ja eh nicht gut ist ;-).

Das Leben bleibt das gleiche, nur anders

Also ja, es ändert sich so einiges, wenn man Kinder bekommt. Natürlich kann man noch verreisen, auch weit weg. Aber natürlich sieht die Urlaubsplanung an sich dann anders aus. Statt im Strandurlaub ein Buch nach dem anderen zu verschlingen, spiele ich halt jetzt zwischendurch auch mal Ball (siehe oben). Man kann auch noch Essen gehen. Nur muss man dafür halt entweder einen Babysitter organisieren oder früh genug am Abend in ein einigermaßen kinderfreundliches Restaurant gehen. Formulieren wir es doch so: ja, man kann sein Leben auch mit Kind weiterleben. Es steht halt einfach nur Kopf.

Unser Lese-Tipp: Kennt ihr schon den wunderbaren Text „Die Sache mit der Liebe“ von SarahPLusDrei dazu, wie sich ihr Leben mit Kindern geändert hat? Eine wunderschöne – und sehr ehrliche – Liebeserklärung an das Leben mit Kindern!

All das können wir im Pinolino Team so unterschreiben. Schöne Unterwäsche? Ähm… wo war die nochmal und wann hatte ich sie dort gesichtet? Date-Abend? Siehe oben: wenn der Babysitter kann und es dann auch mit dem Kind klappt. Aber dann gibt es genau diese Momente, in denen man sich erwischt, wie man am Wochenende am Frühstückstisch sitzt, dieses Kind anguckt, das gerade gelernt hat, alleine das Frühstücks-Ei zu essen, ohne, dass der gesamte Essbereich mit Eigelb vollgebröselt wird. Man das Leuchten in den Augen des anderen sieht und einfach nur den Moment einfrieren möchte. Solch einfache Dinge machen plötzlich unfassbar glücklich. Und sie sind genau das, was unser Leben jetzt so anders macht. So schön, dass wir nie wieder tauschen möchten.

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