What leo loves: Kinderzimmergestaltung mit viel Liebe

What leo loves: Kinderzimmergestaltung mit viel Liebe

Interview mit Christine Hippelein über geschmackvolle und persönliche Kinderzimmer

Fotos: © what leo loves

Christine Hippelein fing auf “what leo loves” mit dem Bloggen über die eigenen Kinderzimmer an. Nach und nach kamen die Anfragen. Nun berät sie auch andere Familien bei der Einrichtung und der Gestaltung der Kinderzimmer. Worauf sie besonders Wert legt, das verrät sie uns exklusiv im Pinolino Interview.

Christine Hippelein hat sich ganz der Einrichtung und Gestaltung von Kinderzimmern verschrieben. Schon als Kind hat sie es geliebt, ihr eigenes Zimmer zu dekorieren und umzuräumen.

Liebe Christine, wie toll, dass du in unserem Pinolino blog vorbeischaust. Stelle dich und deinen blog „what leo loves“ doch einmal vor.
Auf whatleoloves.de schreibe ich über Kinderzimmer und dabei vor allem über die Frage, wie es gelingt, das Kinderzimmer besonders schön, liebevoll, kindlich und geschmackvoll einzurichten. Ich bin überzeugt, dass schöne Kinderzimmer glücklich machen. Und zwar Kinder und Eltern. Aus meiner Beratungsarbeit weiß ich, dass Mütter hier viele Fragen haben. Denn die Auswahl ist riesig und die Möglichkeiten endlos. Das ist einerseits toll, weil man Kinderzimmer so individuell und mit viel Liebe zum Detail gestalten kann. Andererseits ist das Angebot aber auch ganz schön unübersichtlich geworden. Daher greife ich häufig gestellte Fragen auf, gebe Tipps und Inspirationen, zeige Homestorys und vieles mehr.

In deinem blog „what leo loves“, benannt nach deinem kleinen Sohn, schreibst du vor allem über Kinderzimmer-Einrichtungen – genau unser Thema. Lag dir das Thema Interior schon immer am Herzen?
Ganz genau – die Liebe zu Interior Design begleitet mich schon seit meiner eigenen Kindheit. Mein Kinderzimmer war für mich ein ganz besonderer Ort, den ich mit viel Liebe und Kreativität gestaltet habe. Ich erinnere mich auch noch sehr genau an meinen sechsten Geburtstag, als meine Eltern mir eine neue Kinderzimmer-Einrichtung schenkten. Ich bekam ein neues Bett, ein großes Regal und ein kleines Sofa aus Schaumstoffpolstern und einen Schreibtisch. Ich fand das wahnsinnig aufregend und schön. Ich erinnere mich an dieses besondere Glücksgefühl als ob es gestern gewesen wäre… Irgendwie hat mich das wohl nicht mehr losgelassen…

Die Wünsche bei der Kinderzimmergestaltung sind meist ähnlich: zeitlose, flexible Kinderzimmer, die die Bedürfnisse von Eltern und Kindern aufgreifen.
Christine Hippelein

Aus deiner Leidenschaft für Einrichtung wurde ein Beruf – wie kam es dazu, dass du auch für andere das Kinderzimmer einrichtest?
Es begann wahrscheinlich so oder so ähnlich, wie viele Gründer-Storys ihren Anfang nehmen. Ich richtete zunächst die Kinderzimmer meiner Kinder ein, Freunde kamen zu Besuch, waren entzückt von den Räumen und den vielen kleinen Details und fragten mich, ob ich ihnen nicht mit ihren Kinderzimmern helfen könne. Dann kamen die ersten Aufträge der Freunde von Freunden. Das alles war vor über zwei Jahren während meiner Elternzeit. Ich hatte ohnehin schon länger die Idee, mein eigenes Business zu gründen. Und so nutzte ich den Moment, um den Schritt zu wagen. Schnell merkte ich: das Interesse und der Bedarf sind groß, auch über den Bekanntenkreis hinaus. So nahm die Business-Geschichte ihren Lauf. Schnell bin ich dazu übergegangen, den ganzen Prozess online aufzusetzen, also über Video, Telefon und Mail statt über Hausbesuche.

Mit welchen Problemen kommen Eltern zu dir und wie kannst du da helfen?
Mütter kommen meist zu mir, weil sie sich ein besonders schönes Kinderzimmer für ihr Kind wünschen und dies aus Zeitmangel gern ohne eigenen Recherche-Aufwand realisieren möchten. Mütter kommen außerdem zu mir, weil sie meinen, nicht das richtige Händchen für Raumgestaltung zu haben oder sie sich angesichts der großen Auswahl nicht auf ein Konzept festlegen können. Manchmal sind es auch kleine, verwinkelte Räume, Platzmangel, fehlende Raumstruktur oder aber ein neu zu gestaltendes Geschwisterzimmer, die die Mütter dazu veranlassen, mich um Hilfe zu bitten. Die Gründe sind vielfältig, aber die Wünsche meist ähnlich: ein zeitloses, flexibles, mitwachsendes rundum schönes Kinderzimmer, das die individuellen Bedürfnisse und Wünsche von Eltern und Kind aufgreift.

Wandhaken können dem Zimmer im Handumdrehen eine persönliche Note geben. Beispielsweise mit Motiven des Lieblingstiers.

Was steht für dich an oberster Stelle beim Einrichten des Kinderzimmers?
Die Liebe zum Detail. Insbesondere im Bereich Wandgestaltung und Accessoires lässt sich ein Kinderzimmer individuell und liebevoll gestalten, was wichtig ist, wenn man möchte, dass es rundum schön und stimmig wird. Hierfür eignen sich zum Beispiel gerahmte Prints und Poster, Wandboards mit Dekorationsobjekten, kleine Wandsticker mit geometrischen oder schlichten Motiven, wie Sterne oder Wandhaken. Außerdem sollte ein Kinderzimmer gerade bei der Möblierung nach dem „weniger ist mehr“ Prinzip eingerichtet werden. Ein zu voller Raum wirkt ungemütlich und wenig kindlich. Ein „Muss“ in Sachen Gestaltung sind außerdem Textilien – wie Teppiche, Gardinen, Kissen, Polster usw. Ein Kinderzimmer sollte daher auf jeden Fall immer auch einen Bereich zum Ruhen und Lesen haben, der gemütlich ist und Rückzug bietet.

Was ist gerade Trend im Kinderzimmer?
Die zwei großen Trends des vergangenen Jahres – der Pastell- und der Monochrom-Look – bleiben auch in 2018 weiter angesagt. Allerdings darf es insgesamt wieder etwas mehr Farbe sein und auch motivisch ist es in diesem Jahr kindlich und bunt. Früchte sind zurück und erobern das Kinderzimmer! Den Trend gab es im Bereich Prints & Poster schon länger, nun erobert er Textilien wie Kissen und Bettwäsche, aber auch Tapeten, Mobilés uvm. Sehr beliebt ist zurzeit im Möbel-und Accessoires-Bereich außerdem der sog. „Bicolor-Look“ aus der Kombination von weiß lackierten Oberflächen und Elementen oder Accessoires in Naturholz-Optik. Hierbei denke ich sowohl an Möbel, die beide Looks vereinen als auch an die Kombination von einzelnen Elementen in Weiß bzw. Natur, die sich über Wiederholung dann zu einem stimmigen Konzept zusammenfügen. Sehr gefragt sind zum Beispiel Wandregale, Möbelgriffe oder Wandhaken in Naturholz-Optik. Außerdem total angesagt dieses Jahr: Schwäne. Der Weg in die Kinderzimmer ist hier besonders vielfältig: Ob auf Kissen, Bettwäsche, Tapeten, als Kuscheltier oder in Form eines Wandregals oder –hakens, bzw. auf Gardinenstoff – es ist aktuell gerade bei der Mädchenzimmergestaltung schwierig, sich diesem Trend zu entziehen…

Für die Ordnung: Sideboard, Maltisch und Spielzeugkiste in einem. Für die Harmonie: Farben und Formen sind aufeinander abgestimmt: So ergibt sich ein harmonisches Gesamtbild.

Du bringst sogar ein Magazin heraus, den „Kinderzimmer Shopping Guide“ – was erwartet Eltern darin?
Der Kinderzimmer Shopping Guide ist das erste (digitale) Magazin rund um schöne, stilvolle Kinderzimmer. Er erscheint jährlich und bietet Müttern einen Wegweiser durch die Kids Interior Landschaft – denn er vereint die 42 schönsten Shops und Labels für Kids Interior Produkte im deutschsprachigen Raum unter einem Dach. Jeder Shop stellt einen Gutschein-Code zur Verfügung, mit dem man im betreffenden Shop mit 10-20% Rabatt einkaufen kann. Und zwar innerhalb des gesamten Sortiments. Außerdem finden Leserinnen im Shopping Guide Tipps zur Kinderzimmergestaltung sowie Inspirationen und Interviews.

Und nun zu deiner Rolle als Mama: Was ist für dich das Schönste am Elternsein?
Es ist einfach wunderschön zu erleben, wie sich diese kleinen Wesen, die einmal winzige Babys waren, Stück für Stück zu eigenen Persönlichkeiten entwickeln. Sie auf diesem Weg zu begleiten, gepaart mit dem unglaublichen Gefühl bedingungsloser Liebe, das ist für mich das ganz besondere, riesige Glück.

Wann ist es auch mal hart?
Wie schon gesagt: Für mich ist Mutterschaft das ganz große, ultimative Glück. Gleichzeitig ist die Aufgabe mit vielen Herausforderungen verbunden und oft auch ganz schön anstrengend. Zumindest ist das mein ganz individuelles Empfinden. Dazu kommt, dass man viele Aspekte rund ums Elternsein nicht wirklich beeinflussen kann, mit Situationen und Schwierigkeiten umgehen muss, die nicht immer einfach sind. Nächte sind manchmal kurz, Tage beginnen mit kindlichen Wutanfällen, Arbeitszeiten müssen kurzfristig verschoben werden, weil das Kind fiebert und so weiter… Ein schönes Kinderzimmer scheint also nur ein Detail des Familienlebens zu sein und gar nicht so bedeutsam auf den ersten Blick. Tatsächlich macht es allen Beteiligten aber unglaublich viel Freude und folgt daher nicht zufällig dem aktuellen Trend, sich sein Zuhause schön und behaglich zu gestalten. „Hygge“ ist längst angekommen im Kinderzimmer. Zu Recht, wie ich finde!

Was bedeutet kleines großes Glück… für dich?
Ich glaube, je mehr es einem Menschen gelingt, die kleinen Dinge des Lebens zu schätzen und zu lieben, umso leichter ist es, glücklich und erfüllt zu sein. Das Leben besteht aus unzähligen Momenten, großen und kleinen. Es ist die Gesamtheit, die das große Glück ausmacht! Dies erkennen und wertschätzen zu können, finde ich wichtig.

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