apetito essenslieferung für schule und kita

apetito im Interview

Gutes Essen in Kitas und Schulen:

apetito im Interview

Immer mehr Kinder sind in Deutschland tagsüber in der Betreuung. Sei es in der Kita, im Kindergarten oder in der Schule. Doch wie läuft dort eigentlich die Essensversorgung und worauf sollte besonders Wert gelegt werden? Angela Koch von apetito verrät es uns hier im Interview.

Seit fast 60 Jahren gibt es apetito schon – wie fing alles an?
Im Jahr 1958 gründet Karl Düsterberg das Unternehmen „apetito Fertigmenü“. Er entscheidet sich bewusst für die Tiefkühlung als natürlichstes und schonendstes aller Konservierungsverfahren. Schon in den Anfängen bietet er tiefgekühlte und abgefüllte Komplett-Gerichte für Privathaushalte und Großverbraucher an. 1969 importiert apetito das in Deutschland noch unbekannte Catering aus Nordamerika und bringt als erster Anbieter kindgerechte Mahlzeiten auf den Markt.
Heute reicht das Angebot von tiefkühlfrischen und gekühlten Menüs über Menükomponenten sowie Verpflegungskonzepte bis hin zum Catering. Mehr als 1,3 Millionen Menschen in ganz unterschiedlichen Verzehr- und Lebenssituationen essen täglich die Gerichte des Familienunternehmens.

Seit wann beliefert apetito auch Schulen und Kitas?
apetito hat schon sehr früh mit der Belieferung von Kitas begonnen. Schulen kamen erst später dazu. Ende der 60er Jahre gab es bereits das erste eigenständige Sortiment für Kitas. Von da an ist es stetig bergauf gegangen, denn es gibt immer mehr Kinder, die ganztags in Kitas und in Schulen gehen. Außerdem werden die Kinder immer jünger. U3 war vor 20 Jahren im Westen kein Thema und heute gibt es viele Kitas, die eine zusätzliche U3 Betreuung anbieten.

Angela Koch von apetito verrät uns im Interview, was kleine Kinder besonders gerne essen und wie auch schwierige Esser Lust auf neue Nahrungsmittel bekommen.

Was ist das Besondere an Essen für Schulen und Kitas?
Wichtig ist, dass ein Anbieter auf die besonderen Wünsche von Kindern und Schülern eingeht. Und die wiederum sind auch nicht einheitlich. Dass die Wünsche sich deutlich von denen der Erwachsenen unterscheiden, ist auch klar. Kinder mögen einfache, klare Rezepturen, also kein Mischmasch auf dem Teller, sondern lieber nur eine Gemüsesorte. Ein interessantes Mundgefühl wie sie z.B. krosse Produkte bieten, sind auch wichtig, weich sollte es sein, aber nicht zu weich, denn die Kinder sollen angeregt werden zu kauen. Sortimente für Kinder unterscheiden sich von denen für Erwachsene oder gar Senioren. Kinder lieben Nudeln in jeder Form, helles Fleisch, knackiges Gemüse. Fisch ist hingegen oft nicht beliebt, ebenso wie Pilze, Lauch oder Zwiebeln. Schüler stehen auf ToGo, weil sie nebenbei dann noch andere Dinge tun können. Hier ist das Tellermenü nicht mehr so beliebt wie früher.

Was essen kleine Kinder ihrer Erfahrung nach besonders gern?
Kleine Kinder mögen besonders glatte Suppen wie Tomatensuppe und Kürbiscremesuppe oder z.B. Stampfkartoffeln, Hähnchenfleisch in heller Soße. Es sollte nicht stark gewürzt sein, wenig Salz enthalten und „übersichtlich“ sein.

Wie viel Mitspracherecht haben die Schulen und Kitas bei der Menüzusammenstellung?
Die Frage können wir nicht gut beantworten, weil wir ein Anbieter von Produkten sind, die die Schule bzw. die Kita in die Lage versetzen, selbst in der Einrichtung zu kochen; d. h. wir haben ein umfangreiches MenüMagazin mit vielen Produkten, aus denen die Küchenkraft einen Speiseplan zusammenstellt. Wir halten es allerdings für sehr wichtig, dass Schüler und Kinder an der Speiseplanung beteiligt sind. Sei es über einen Essensausschuss oder über Wunschmenüs. Wir haben früher immer gehört, dass das mit den ganz Kleinen sehr schwierig sei. Dafür haben wir dann einen bebilderten Speiseplan mit sehr vielen Menükarten entwickelt. So können auch die kleinsten Tischgäste ihre Wochenplanung mit den Erziehern bzw. Erzieherinnen vornehmen. Das ist dann ganz praktische Ernährungsbildung.

Ausgewogen und abwechslungsreich sollte es sein, auch bei den Beilagen und beim Gemüse.

Essen muss Spaß machen – wie vermittelt man schwierigen Essern die Freude am Essen?
Das kennen wir doch alle: eine Abneigung gegenüber bestimmtem Essen. Mit Zwang geht da gar nichts. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass Kinder sich in der Gruppe anders verhalten als zuhause. Wenn andere es wie selbstverständlich vormachen, sich vielleicht auch einmal etwas trauen, dann finden sie häufig Nachahmer. Ganz neue Menüs sollte man in kleinen Mengen immer mal wieder anbieten. Durch das häufigere Wahrnehmen des Neuen wird es vertraut und landet hoffentlich irgendwann einmal im Mund. Gut ist außerdem eine Speisenpräsentation, bei der Kinder selbst wählen können, was sie sich auf den Teller tun. Wir bieten mittlerweile Buffetkonzepte für U3 Kinder an – und es funktioniert. Und anders als befürchtet: Es gibt kein Chaos. Außerdem haben wir die Erfahrung gemacht, dass ein interessanter Produktname zur Akzeptanz eines Essens beiträgt.
Und ein letzter Punkt: durch Vormachen. Eine Gruppenleitung, die – weil sie zum Beispiel Vegetarierin ist – mit einem langen Gesicht ein Fleischgericht aufträgt, braucht sich nicht zu wundern, wenn die Kinder das nicht essen möchten, denn sie orientieren sich an ihren Bezugspersonen.

Essen ist mehr als Nahrungsaufnahme. Was ist das Besondere an apetito Essen für Schulen und Kitas?

Das Besondere am apetito Essen ist, dass es ein Sortiment nur für Kinder und Schüler gibt. Darüber hinaus haben wir seit fast 50 Jahren Erfahrung in diesem Bereich. apetito war immer auch Trendsetter: so waren wir beispielsweise der erste Anbieter, der Bioprodukte angeboten hat. Oder, Sie finden keinen Anbieter, der ein so großes Angebot an vegetarischen Produkten hat – vom Eintopf über Aufläufe bis hin zu vegetarischen Schnitzeln decken wir jeden Bedarf ab. Auch für Allergiker bieten wir eine Auswahl an. Neben den Produkten haben wir auch ein ziemlich einzigartiges Angebot: bei uns gibt es Ernährungswissenschaftler, die sich intensiv mit den Kundenanfragen beschäftigen. Das Essen, das es nur für Kinder und Schüler gibt, wird auch von Mitarbeitern erdacht, die sich nur auf diesen Markt fokussieren. Wir haben eigene Produktentwickler, Produktmanager und Außendienstmitarbeiter, die nur den Markt Kitas und Schulen bedienen. Diese Konzentration – das macht das apetito Essen so besonders.

Der Harry von apetito führt bereits die Kleinsten an die Ernährungsbildung heran. Dank Speisekärtchen, die von hinten mit Klett beklebt sind, kann das Tablett von Harry ganz einfach bestückt werden.

Wie sieht ein altersgerechter Speiseplan für Kita-Kinder, Grundschüler oder Jugendliche aus? Und wo liegen die Unterschiede?
Obwohl die Übergänge fließend sind, kann man schon Unterschiede feststellen: je größer die Kinder, desto größer darf auch das einzelne Produkt sein. Auch bei der Würzung sollte man bei kleineren Kindern vorsichtiger sein, als bei großen. Chicken Tandoori ist für die weiterführende Schule top, in Kitas würde ich das nicht anbieten. Bei älteren Kindern gibt es einen ausgeprägten Hang zum Snacking. Das ist nicht von vornherein schlecht, denn Snacks kann man auch gesund gestalten: wir bieten z.B. einen Veggie-Burger aus Kichererbsen und roter Bete.

Ganz herzlichen Dank für das Interview und den Einblick in das apetito Essen für die Kleinsten, Frau Koch!

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