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Hanna von Rubbelbatz über das Leben als digitale Nomadenfamilie

Arbeiten und Familie sein – überall auf der Welt!

Hanna von Rubbelbatz erzählt über die Pläne, ein digitales Nomadenleben zu führen

Fotos: © Rubbelbatz

Viel Arbeit, wenig Zeit für Familie. So sieht der Alltag noch immer in vielen Familien aus. Doch immer mehr Mamas und Papas wollen das so nicht mehr. Auch Hanna Bose von Rubbelbatz und ihr Mann fanden: Wir brauchen mehr Zeit für uns. Und wir wollen die Welt sehen. Von ihren spannenden Plänen erzählt sie uns heute im Pinolino blog.

Liebe Hanna, wie schön, dass du bei uns im Blog dabei bist, stell dich doch kurz den Lesern, die dich vielleicht noch nicht kennen, vor:
Hallo und vielen Dank, dass ihr uns mit aufnehmt. Ich bin Hanna, 32 Jahre alt und Mama eines 2,5-jährigen Sohnes. Aktuell leben und arbeiten mein Mann und ich ortsunabhängig, d.h. wir verdienen unser Geld online und können von überall aus auf der Welt arbeiten. Momentan ist dieses Überall noch Bayern, doch bald schon geht es zu dritt in die große, weite Welt…

Richtig, für euch steht bald ein großer Umbruch an. Wie kam es zu der Idee, mit Kind die Welt zu erkunden und euer altes Leben für eine Weile hinter euch zu lassen?
Mein Mann ging jeden Tag zur Arbeit. Fast eine Stunde Arbeitsweg, mindestens 9 Stunden bei der Arbeit, eine Stunde zurück. Er hat seinen Sohn kaum gesehen. Wir waren weit weg von familiärer Unterstützung und ich war überlastet. Unser Sohn ist ein ungemein aktives Energiebündel und schläft sehr schlecht. Für mich war es wirklich schwierig, ihm dauerhaft gerecht zu werden, in dem ständig übermüdeten Zustand und blanken Nerven. Ich habe gemerkt, dass ich so ein Leben mit Kind nicht führen will. Ich will eine Familie sein und dazu gehört auch und gerade der Vater meines Kindes. 
Wir sprachen darüber und auch er wünschte sich mehr Zeit für uns – auch wenn ihm die Arbeit großen Spaß machte. In den folgenden Wochen und Monaten machten wir uns viele Gedanken, wie wir das bewerkstelligen könnten und ob wir das wirklich wollen. Wir wollten. Für uns war und ist gemeinsame Zeit so viel mehr wert als all der materielle Luxus, den wir uns von seinem Gehalt hätten leisten können. 
Bisher habe ich die Entscheidung noch keine Sekunde bereut, auch wenn ich Berlin und meine Freunde dort sehr vermisse. 

In ein paar Wochen fliegt ihr nach Bali – wie ist das Leben dann da geplant?
Wir werden, wie auch jetzt schon, abwechselnd den Kleinen betreuen, sodass jeder ein paar Stunden am Tag an unseren Projekten arbeiten kann. Den Rest der Zeit verbringen wir gemeinsam – am Strand, am Pool, unterwegs die Insel erkunden, einfach die Zeit genießen. 

Danach geht es nach Thailand, habt ihr auch schon Pläne für danach?
Weihnachten wollen wir gemeinsam mit meiner Familie in Thailand verbringen. Danach enden unsere Pläne bzw. werden wir diese erst weiter schmieden, wenn wir die ersten Monate auf Bali verbracht haben. Schließlich können wir jetzt vieles noch gar nicht einschätzen: Wie unser Sohn mit der Veränderung umgeht, wie uns das Klima bekommt, wie gut uns Bali gefällt und ob wir eventuell zurück wollen, wie es finanziell dauerhaft klappt und so weiter.

Ich möchte mich von der Angst, dass meinem Sohn etwas zustoßen könnte, nicht in unserem Leben einschränken lassen.Hanna Bose

Wie lange wollt ihr insgesamt weg sein?
Wir planen, spätestens zum Schuleintritt zurück in Deutschland zu sein. Also maximal 4 Jahre. Wenn es uns aus irgendeinem Grund nicht gut geht, kommen wir früher zurück. 

Was würdest du anderen Eltern raten, die so lange Reisen mit ihren Kindern planen?
Man stellt sich irgendwie viel mehr Planung vor, als nötig ist. Früh genug sollte man über Impfungen nachdenken, denn viele davon brauchen Auffrischungen nach einem und nach sechs Monaten. Ansonsten braucht man eine Langzeit-Auslandskrankenversicherung, einen Flug, eine Unterkunft, eventuell ein Visum. Alles andere ist schnell organisiert. 
Ich denke, das Schwierigste ist der Gegenwind und die Selbstzweifel. Ob man sein Kind in Gefahr bringt oder unnötigem Stress aussetzt. Ganz ehrlich, als ich die Liste an möglichen Erkrankungen gesehen habe und über Dinge wie Schlangen und Skorpione nachdachte, war ich kurz davor, alles abzublasen. Dann ist mir eines klargeworden: Auch in Deutschland kann ich meinen Sohn nicht vor allen möglichen Gefahren beschützen. Ich möchte mich von der Angst, dass ihm etwas zustoßen könnte, nicht in unserem Leben einschränken lassen. Ich tue mein Bestes, ihn zu schützen und lebe mit der Angst.

Was ist dir bei eurer Reiseplanung besonders wichtig?
Dass wir flexibel bleiben. Denn wir hatten nie zuvor ein Kind und sind nie auf Langzeitreisen gewesen. Vieles können wir deshalb erst wissen, wenn wir es erlebt haben. 

Hast du ein Pinolino Lieblingsprodukt?
Ich kann mich sehr für Produkte aus Holz begeistern. Daher gibt es vieles, was mir aus eurem Sortiment echt gut gefällt. Einen klassischen Bollerwagen nutzen wir hier zum Beispiel fast täglich. 

Was bedeutet „kleines großes Glück…“ für dich?
Meinem Sohn zuzusehen, wenn er ganz vertieft ist – beim Spielen, beim Essen oder wenn er vorgelesen bekommt.

Liebe Hanna, wir wünschen dir und deiner Familie eine tolle Zeit auf eurer Reisen!

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